Autopflege bei Kälte – Praxisratgeber für die Winterzeit
- Komparto

- 16. Jan.
- 2 Min. Lesezeit
Mit dem bevorstehenden Kaltlufteinbruch in Deutschland stellt sich für viele Autofahrer wieder die Frage: Auto im Winter waschen – ja oder nein? Die richtige Pflege trägt nicht nur zur Optik bei, sondern beeinflusst auch Sicherheit und Funktion von Fahrzeugteilen unter winterlichen Bedingungen.

Warum Autowäsche im Winter relevant bleibt
Auch bei niedrigen Temperaturen solltest du dein Fahrzeug nicht vollständig vernachlässigen. Schnee, Matsch, Streusalz und Schmutz setzen Lack, Beleuchtung, Sensorik und Unterboden stark zu. Sichtbehindernde Verschmutzungen an Scheinwerfern, Spiegeln oder Kamerasystemen können Sicherheitsrisiken erhöhen. Regelmäßige Reinigung verbessert damit nicht nur den Werterhalt, sondern auch die Verkehrssicherheit.
Wann man besser auf einen Waschgang verzichtet
Der ADAC empfiehlt, bei starken Minustemperaturen ab etwa –10 °C nicht mehr mit dem Auto in die Waschanlage zu fahren. Unter diesen Bedingungen kann der Kontakt von warmem Wasser mit extrem kalt gewordenen Lack-, Gummi- oder Kunststoffteilen zu Spannungen und Schäden führen. Zusätzlich besteht ein deutlich höheres Risiko, dass Türschlösser oder Dichtungen nach der Wäsche einfrieren.
Praxis-Tipps für den richtigen Umgang mit der Autowäsche im Winter
1. Temperatur beachten:
Bei Temperaturen knapp oberhalb des Gefrierpunkts oder nur geringem Frost (z. B. bis etwa –5 °C) ist eine Wäsche in der Regel unbedenklich, sofern das Fahrzeug anschließend gut getrocknet wird.
Bei starkem Frost (unter –10 °C) solltest du den Waschgang verschieben oder auf eine beheizte Waschanlage bzw. Garage ausweichen.
2. Vorbereitung vor der Wäsche:
Entferne vor der Einfahrt in die Anlage Schnee und Eis vollständig, insbesondere in Radkästen und an scharfen Kanten. Ansonsten wirken Eisreste wie Schmirgelpapier und können Lackkratzer verursachen.
3. Wahl der Waschanlage und des Programms:
Eine professionelle Vorwäsche (gegebenenfalls manuell oder mit Hochdruckreiniger) reduziert groben Schmutz und damit das Risiko von Kratzern.
In vielen modernen Anlagen gibt es Aktivschaum- oder Dampfprogramme, die Schmutz lösen, bevor er mechanisch bearbeitet wird.
4. Unterbodenpflege:
Winterliche Straßen verschmutzen vor allem den Unterboden stark. Eine gezielte Unterbodenwäsche entfernt Salzablagerungen, die Korrosion fördern können und den vorhandenen Korrosionsschutz unterstützen.
5. Trocknung und Nachbehandlung:
Nach der Wäsche ist eine gründliche Trocknung sinnvoll. Verbleibendes Wasser in Schlössern oder Gummidichtungen kann bei erneut fallenden Temperaturen schnell einfrieren. Manche Anlagen bieten integrierte Trocknungsphasen; alternativ kann ein kurzer Aufenthalt an einem windigen, freien Platz helfen.
Fazit
Eine regelmäßige Fahrzeugreinigung bleibt auch im Winter wichtig – sowohl für Sicherheit als auch für den Werterhalt.
Allerdings sind Temperaturgrenzen und Vorbereitung entscheidend, um Schäden durch Frost und thermischen Stress zu vermeiden. Bei starkem Frost empfiehlt es sich, den Waschgang zu verschieben oder auf Möglichkeiten mit kontrollierten, höheren Umgebungstemperaturen (z. B. beheizte Garage) zu warten.






